Gewaltprävention in den Klassen 5 und 6: Programm „Cool Kids“

„Cola, Fanta, Sprite“, schallte durch den Raum. Diese bekannte und einfache Spiel zeigt, wie sehr Gruppenzwang und soziale Dynamiken auf Kinder und Jugendliche wirken. Im Workshop „Cool Kids“ konnten das die Kinder selbst erfahren.

Anfang März fand an der Anton-Hansen-Gemeinschaftsschule ein Projekttag zur Gewaltprävention für die Klassenstufen 5 und 6 statt. Im Mittelpunkt stand das bewährte Programm „Cool Kids“, das die Kinder darin stärkt, selbstbewusst, respektvoll und verantwortungsvoll mit sich und anderen umzugehen.

Die Schülerinnen und Schüler lernten eine einfache und einprägsame Grundformel kennen: mit Augen, Händen, Gedanken und Worten bei sich selbst zu bleiben. Anschaulich wurde vermittelt, dass jedes Kind selbst entscheiden kann, ob es sich für die „Sonnen-“ oder die „Schattenseite“ entscheidet – und dass jede Entscheidung Konsequenzen für das eigene Wohlbefinden, das Lernen und das Miteinander in der Gemeinschaft hat. „Eigentlich ist es ja wirklich einfach, wenn man das so in dem Projekt erfährt. Wenn ich mich auf mich konzentriere, gerate ich weniger in Konflikte“, erklärt Frederik aus der 6b das Konzept. „Mir haben vor allem die Spiele gefallen, die nicht nur cool waren, sondern auch gezeigt haben, dass wir als Gemeinschaft nur zusammen weiterkommen.“, erzählt Derin (6b).

Geleitet wurde das Projekt von Stefanie Bader, Referentin von Powerful Kids. Als renommierte Fortbildnerin verstand sie es, die Kinder durch viele Spiele, Übungen und alltagsnahe Situationen aktiv einzubeziehen und nachhaltig zu erreichen. Die Schülerinnen und Schüler konnten so selbst erfahren, welchen Unterschied ihr Verhalten im Schulalltag macht.

Das Projekt wurde von den Kindern mit großer Aufmerksamkeit und Offenheit angenommen und leistete einen wichtigen Beitrag zur Förderung sozialer Kompetenzen sowie zu einem positiven und respektvollen Schulklima an unserer Schule in Ottweiler. Katharina Stoll betont als Klassenlehrerin der 6a die Bedeutung solcher Projekte: „Solche Projekte von externen Experten geben den Kindern nochmals eine neue Perspektive und wir als Klassenlehrer*innen erleben die Kinder auch in einem anderen Kontext. Es gibt uns viele Informationen, die wir in unsere tägliche Arbeit miteinbeziehen können. Außerdem greife ich die Inhalte auf und habe zum Beispiel eine Sonne mit der Hauptregel kreativ und plastisch gestaltet, die uns daran erinnert, bei uns selbst zu bleiben in kritischen Situationen. Sie hängt für alle sichtbar in der Klasse.“