In seinem Buch „Der Chip“ erzählt er von Kim, die ein Internat in der Nähe von Berlin besucht. In dem Roman werden den Menschen Chips eingesetzt, sodass alle in ihren Gedanken miteinander vernetzt sind. Kameras überwachen die Menschen überall. Was zunächst wie eine Zukunftsvision wirkt, ist in manchen Ländern bereits Realität. Theisen zeigte beispielsweise Fotos aus Singapur, wo an Schulen sogar Gehirnströme von Lernenden aufgezeichnet werden.
Während der Lesung entstanden viele Fragen, auf die der Autor offen einging. Dabei fand er einen besonders guten Zugang zur Lebenswirklichkeit der Kinder und erzählte auch aus seinem eigenen Leben. Arthur aus der 6a berichtet begeistert: „Mir hat genau das besonders gut gefallen, dass der Autor über die Risiken und Chancen von KI geredet hat. Es ist schon hart zu hören, dass Menschen in vielen Berufen nicht mehr gebraucht werden und Roboter immer mehr Aufgaben übernehmen.“ Aleeza, 6a bestätig dies und ergänzt: „Mich hat es überrascht, wie viel von den Büchern, die Herr Theisen schreibt schon real ist und dass er das auch recherchiert. Wenn die KI schon so viel kann, dann sind Fächer wie Sport, Musik und Kunst besonders wichtig, denn da zählt immer noch der Mensch und seine Individualität.“
Die 90-minütige Veranstaltung bot spannende Einblicke in Medien und Literatur und bildete einen gelungenen Abschluss einer Unterrichtseinheit. Diese hatte mit dem Besuch des Theaterstücks „Shake it off“ im Rahmen des Theaterfestivals „Spielstark“ in Ottweiler begonnen und wurde durch die Lesung um weitere Einblicke in die vielfältige Welt des Lesens und Kulturschaffens bereichert. „Als Theaterstück haben wir dieses Mal mit Shake it off ein Tanz-Theater-Stück ohne Sprache ausgewählt, weil alle Schüler und Schülerinnen unabhängig von ihrer Muttersprache zusammen Kultur erleben können und Sprache hier keine Hürde darstellt. Das Stück ist klasse und setzt sich mit Männlichkeitsbildern in unserer Gesellschaft auseinander- wir haben uns gewundert, gelacht und uns selbst reflektiert. Genau so darf gutes Theater sein!“, fasst Kirsten Brandt als Deutsch- und Klassenlehrerin der 6b den Theaterbesuch zusammen.


