Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 besuchten im Rahmen des Geschichtsunterrichts die Gedenkstätte des ehemaligen SS-Sonderlagers, KZ Hinzert. Ziel der Exkursion war es, die im Unterricht behandelten Themen an einem historischen Ort zu vertiefen und sich mit der Geschichte der Region auseinanderzusetzen.
Vor Ort wurde schnell deutlich, dass sich die heutige friedliche Landschaft stark von der damaligen Realität unterscheidet. Eine eindrückliche Erfahrung für die Gruppe war der direkte Vergleich: Die Schülerinnen und Schüler stellten sich mit historischen Fotos an die Straße und blickten über das Gelände. Tatsächlich konnten sie trotz der fehlenden Baracken noch Gemeinsamkeiten in der Landschaft erkennen und sich so die Dimensionen des Lagers vor Augen führen.
Während der Führung erfuhren die Jugendlichen bedrückende Details über den Aufbau des Lagers. So war das Gelände damals durch zwei Zäune gesichert, zwischen denen Hunde liefen, um Fluchtversuche zu verhindern. Thematisiert wurden auch die Zwangsarbeit, die unter anderem in einer Grube oder am Berg geleistet werden musste, sowie gezielte Verbrechen, wie die Erschießung einer Gruppe von 20 Holländern. Auch historische Missverständnisse wurden geklärt, etwa die Abgrenzung zwischen Konzentrations- und Vernichtungslagern oder die Tatsache, dass Hitler selbst nie vor Ort war.

