Woche des Ankommes 2026 – Gemeinsam ankommen, gemeinsam wachsen

Demokratiebildung, Projektarbeit, Lesende Schule, Gesunde Schule, Sport

Für uns an der Anton Hansen-Gemeinschaftsschule stehen das soziale Lernen und eine starke Schulgemeinschaft im Mittelpunkt unseres pädagogischen Konzepts. Denn erfolgreiches Lernen braucht mehr als Unterricht: Schülerinnen und Schüler sollen sich an ihrer Schule sicher, angenommen und als Teil einer Gemeinschaft fühlen.

Deshalb beginnt das neue Schuljahr bei uns ganz bewusst etwas anders. In unserer „Woche des Ankommens“ nehmen wir uns Zeit, nach den Sommerferien wieder als Schulgemeinschaft zusammenzufinden, neue Schülerinnen und Schüler willkommen zu heißen und gemeinsam in das neue Schuljahr zu starten.

Der erste Schultag steht dabei vor allem im Zeichen des Ankommens, der Kooperation und der Organisation. Die Klassen finden wieder zusammen, Absprachen für das neue Schuljahr werden getroffen und gemeinsame Ziele in den Blick genommen. Eine besondere Rolle spielt natürlich die Begrüßung unserer neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler. Für sie beginnt mit dem Wechsel an die Gemeinschaftsschule ein neuer Abschnitt.

Ein mittlerweile traditioneller Bestandteil der ersten Schulwoche ist das Schwimmprojekt der Klassenstufen 5 und 6. Dabei geht es nicht nur um sportliche Leistung. Die Schülerinnen und Schüler sollen Sicherheit im Wasser gewinnen, Spaß und Freude am Schwimmen erleben und ihre Fähigkeiten Schritt für Schritt erweitern. Viele arbeiten dabei auf ein persönliches Ziel hin, vom Seepferdchen bis zu den Schwimmabzeichen Bronze und Silber. Besonders froh sind unser Sportlehrkräfte-Team um Johannes Oster und wir über die langjährige und verlässliche Kooperation mit dem Freibad Ottweiler und der DLRG, die dieses Projekt jedes Jahr aufs Neue ermöglicht.

Doch auch in den anderen Klassenstufen stand das soziale Lernen im Mittelpunkt. Externe Partner und Coolness-Trainer mit Erfahrungen im sozialpädagogischen Bereich unterstützten uns dabei mit unterschiedlichen Angeboten. So arbeitete beispielsweise Sebastian Schmidt mit den sechsten Klassen. Für die siebten Klassen gestaltete der systemische Coach Sascha Kinzel ein Gewaltpräventions- und Kooperationstraining. Kooperationsspiele, gemeinsame Frühstückspausen und weitere Aktivitäten stärkten zusätzlich das Miteinander innerhalb der Klassen.

Auch der Lernort außerhalb der Schule spielte eine wichtige Rolle. So gab es unter anderem Unterrichtsgänge zum JUZ Ottweiler, eine Stadtrallye für die 7a sowie einen Besuch der Stadtbücherei in Neunkirchen für die 10er. Ein weiterer fester Bestandteil ist unser Tag der Vereine, an dem sich Vereine aus der Region den Schülerinnen und Schülern vorstellen und Einblicke in ihre Arbeit ermöglichen. In diesem Jahr waren der Handballverein Ottweiler und der Karnevalsverein zu Gast. So erleben die Jugendlichen ganz konkret, welche vielfältigen Möglichkeiten für Sport, Kultur und gesellschaftliches Engagement es direkt in ihrer Umgebung gibt.

Einen besonderen Schwerpunkt bildete in diesem Jahr die Demokratiebildung. In mehreren Klassenstufen setzten sich die Schülerinnen und Schüler altersgerecht mit Geschichte, Menschenrechten, Ausgrenzung, Widerstand und gesellschaftlicher Verantwortung auseinander. Katharina Stoll bot für die Klasse 7a ein Projekt zum Holocaust auf Grundlage der Graphic Novel Peter in Gefahr an. Das Adolf-Bender-Zentrum unterstützte unsere Schule mit Workshops zu den Themen Menschenrechte und Widerstand in der Klassenstufe 8. Auch mit dem ABZ arbeiten wir koordiniert durch Annabell Zimmer seit Jahren zusammen.

Auch die höheren Klassen beschäftigten sich intensiv mit gesellschaftspolitischen und historischen Themen. Die Klassenstufen 9 und 10 besuchten die Ausstellung „Hasserfüllt“. In der Klassenstufe 10 lag ein besonderer Fokus auf Geschichte vor Ort. In Neunkirchen informierten sich die Schülerinnen und Schüler über das Thema Zwangsarbeit, in Ottweiler beschäftigten sie sich mit dem jüdischen Leben in der Stadt und den Pogromen. Auch die Auseinandersetzung mit der Neuen Rechten sowie regionale Erinnerungsorte und Formen des Gedenkens spielten eine wichtige Rolle. In Ottweiler standen dabei unter anderem Aktion Birkel und die Stolpersteine im Mittelpunkt.

Weitere Angebote machten die Woche zu einem besonders vielseitigen Start in das neue Schuljahr. Dazu gehörten die Jahresvollversammlung der Schülervertretung, die Einführung in das Konzept der Lesenden Schule, der Besuch der Stadtbücherei, ein Hip-Hop-Projekt mit Musiklehrer Dietmar Kempf sowie zahlreiche Kooperations- und Gemeinschaftsangebote.

So zeigt die Woche des Ankommens jedes Jahr aufs Neue, was unsere Schule ausmacht: Gemeinschaft erleben, Verantwortung übernehmen, Demokratie lernen, die eigene Region entdecken und miteinander wachsen. Die Vielzahl der Projekte und Begegnungen macht deutlich, dass Schule für uns weit mehr ist als Fachunterricht. Sie ist ein Ort des sozialen Lernens, der Teilhabe und der Begegnung – und genau dafür möchten wir bereits in der ersten Schulwoche die Grundlage schaffen.